Wasserfilter Katadyn BeFree

Heute möchte ich euch den BeFree Wasserfilter von Katadyn vorstellen. Lest und erfahrt, warum ich von diesem Filter so begeistert bin!

Fakten in Zahlen:

Masse (cm):  27,50

Durchmesser (cm):  7,00 ∅

Leistung (L):  2,00 L/min

Technologie:  Hohlfaser Filter 0,1 Mikron

Gewicht (g):  59

Fassungsvermögen (l):  0,6

Filtermenge (l):  1000 (je nach Verschmutzungsgrad)

Handhabung und erste Eindrücke

Was mir beim Auspacken des Filters sofort auffiel war, wie leicht und kompakt dieser ist. Der BeFree kann dank der flexiblen und äusserst hochwertig verarbeiteten Trinkblase im  ungefüllten Zustand zudem problemlos eingerollt werden und passt dann sogar in eine normale Hosen- oder Jackentasche. Gefreut hat mich, dass der BeFree seitlich mit Markierungen für die Füllmenge versehen ist. So kann beim Kochen in der Natur die benötigte Wassermenge besser bestimmt werden und das Essen wird sicher nicht verwässert. War ich anfangs zugegebenermassen ob der Dünne des bei der Trinkblase verwendeten Materials etwas skeptisch, merkte ich beim ersten richtigen Einsatz des Filters in der Natur, dass Katadyn einen sehr hochwertigen Kunststoff verwendet haben muss. Selbst bei recht unsanfter Behandlung der Trinkblase (Zusammenfalten, Ziehen, Drücken) traten keinerlei Probleme mit der Dichtigkeit auf.

Die Handhabung des Katadyn BeFree Wasserfilters ist denkbar einfach, dennoch muss vor der Inbetriebnahme des Filters unbedingt die auf Deutsch beiliegende Betriebsanleitung gelesen werden! Bei falscher Handhabung des Filters kann es nämlich zur Beschädigung desselben und – im schlimmsten Falle – zu einer Infektion des Benutzers mit Keimen kommen. Wenn jedoch ein paar Hinweise beherzigt werden (welche ich gleich erklären werde) ist die Anwendung des BeFree absolut simpel und auch für unerfahrene Anwender geeignet. Die Anleitung ist im Übrigen auch hier abrufbar: https://www.katadyn.com/downloads/katadyn/manuals/filters/manual_befree_eu_de.pdf

Anwendung und Aufbau des Systems

Der Aufbau des Katadyn BeFree Wasserfilters ist im Prinzip sehr simpel: Auf einer normalen Trinkblase ist anstelle eines Schraubverschlusses ein kleiner (übrigens auswechselbarer!) Wasserfilter mit Mundstück aufgeschraubt. Um die Blase zu füllen, muss einfach der Filter abgeschraubt und die Blase ins Wasser getaucht werden. Hier ist zu beachten, dass die Filterröhrchen im „Käfig“ (siehe Bild) nicht mit den Fingern oder Gegenständen berührt werden dürfen, da sie empfindlich sind – das Spülen der Fasern unter fliessendes Wasser ist ebenfalls nicht empfohlen. Weiterhin ist es wichtig, dass die Trinkblase aussen abgewischt wird, nachdem sie gefüllt wurde, damit kein potentiell verkeimtes Wasser an der Aussenseite der Blase herunterrinnen und in den Mund des Anwenders gelangen kann. Zu guter Letzt muss beim Abschrauben des Filters darauf geachtet werden, dass nicht an der Trinkblase gedreht wird, sondern am verstärkten Kunststoffrand.

Filtereinheit

Praxistest

Wie auf dem obigen Bild zu erkennen ist, muss nicht direkt aus dem BeFree getrunken werden, was ich als einen der grössten Vorteile des Systems gegenüber anderen Filtern erachte. Das Auffüllen der Feldflasche geht mit einem „Life Straw“-Filter beispielsweise nicht. Hier hat der BeFree mich schon mal überzeugt.

Weiter war ich von der Effizienz des Filters beeindruckt: Das Auffüllen einer 1-Liter Flasche ist innerhalb von 1-2 Minuten erledigt. Durch leichtes Zusammendrücken der gefüllten Blase strömt das Wasser überraschend leicht durch den Filter und direkt in die Flasche oder den Mund. Der Verschluss über dem Mundstückt sieht übrigens nur auf den ersten Blick nicht sonderlich robust oder dicht aus. In der Praxis rastet er perfekt und ohne Spiel ein, Probleme mit der Dichtigkeit gab es wie beim übrigen BeFree-System keine.

Für den „Härtetest“ habe ich mir eine schlammige Stelle am Fluss gesucht und die Blase mit besonders trübem Wasser befüllt. Bei der anschliessenden Filterung zeigte sich der der Katadyn BeFree jedoch absolut unbeeindruckt, wie man auf den folgenden zwei Bildern erkennen kann.

Das Wasser ist wirklich trüb...
...aber nur bis zur Filterung!

Die Reinigung des Filters nach der Rückkehr ist genauso einfach wie die Anwendung im Feld. Soll der Filter nur vorübergehend nicht benutzt werden, so reicht ein Ausspülen der Filtereinheit mit Trinkwasser. Dazu wird die Blase mit Trinkwasser gefüllt und entweder geschüttelt oder geschwenkt. (Katadyn empfiehlt, entweder nur zu Schwenken oder nur zu Schütteln; nicht beides.)

Wird der Filter längere Zeit nicht benutzt (mehrere Tage) so muss einer eventuellen Verkeimung vorgebeugt werden. Dazu kann der Filter mittels Wasser, das mit Micropur MP1- Tabletten oder Micropur Forte MF 100F Tropfen von Katadyn versetzt wurde, gereinigt werden. (Schütteln, Schwenken.) Gemäss Katadyn tut es aber auch mit Wasser verdünntes normales Haushaltsbleichmittel. (Für das Mischverhältnis des Bleichmittels kann die Packungsbeilage der erwähnten Micropur-Tabletten/Tropfen im Internet konsultiert werden.)

Der Filter sollte im Übrigen bei der Langzeitlagerung nicht komplett auf der Blase aufgeschraubt sein, damit Restfeuchtigkeit verdunsten kann und es im Filter nicht zu einem Fäulnisprozess kommen kann. (Diese Erfahrung durfte ich mit einem anderen Filtersystem schon mal vor einigen Jahren machen und möchte sie euch gerne ersparen!)

Fazit

Der Katadyn BeFree Wasserfilter hat mich restlos überzeugt! Neben den Features stimmt in meinen Augen auch der Preis. Einziger kleiner Negativpunkt für mich ist, dass der BeFree keine Viren oder Sporen filtert. Dazu muss ich aber fairerweise hinzufügen, dass der BeFree dafür auch nicht gebaut wurde. Wer Viren und Sporen filtern will, findet dafür andere Produkte von Katadyn. (Anm. der Redaktion: Siehe Produkte ganz unten)

 Nachfolgend kurz und knapp mein Fazit zum Katadyn BeFree:

·       Es muss nicht direkt aus dem Filter getrunken werden.

·       Leicht und sehr kompakt

·       Einfach in der Handhabung

·       Hochwertige Verarbeitung

·       Langlebige Filtereinheit (1000 Liter)

·       Gutes Preis/Leistungsverhältnis

Klare Kaufempfehlung!

Mit sauberem Wasser schmeckt der Tee am besten…

Das könnte Dich auch interessieren

(0) Kommentare