Review Olight S15 Baton

Review Olight S15 Baton

von Lumenhunter

Abgesehen vom etwas grünstichigen Licht bin ich ein grosser Fan der Olight S10 Baton. Von der Grösse her ist sie ideal als EDC-Lampe, also als tägliche Begleiterin in der Hosen- oder Jackentasche (bei mir in ersterer). Als ich die Ankündigung der S15 Baton gelesen hatte, war mein Interesse geweckt. Eine Lampe, die mit einer AA-Batterie betrieben wird, könnte für viele Käufer interessant sein. Schliesslich hat fast jeder solche Batterien irgendwo im Haushalt, man kann sie überall kaufen und bekommt sie sogar an den meisten Orten im Urlaub.

Die Lampe wurde mir freundlicherweise von yonc.ch für das Review zur Verfügung gestellt.
Ich habe zum Testen ein Exemplar erhalten, das offenbar zu einer Einführungsaktion gehört. Zusätzlich zum normalen Zubehör befand sich in der Packung noch ein Verlängerungsrohr, mit dem sich die Lampe dann mit 2 x AA-Batterien betreiben lässt. Dadurch wird die Laufzeit verlängert. Spätere Käufer müssen die Verlängerung dann scheinbar separat kaufen.

Geliefert wird die Lampe in einer durchsichtigen Kunststoffverpackung. Darauf aufgedruckt sind die wichtigsten Angaben zur Lampe.

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Wenn wir gerade bei den Angaben zur Lampe sind…

Material: Aluminium mit Typ III Anodisierung gegen Kratzer
Masse: Länge 86mm, Kopfdurchmesser 23mm,
Durchmesser Batterierohr 18,5mm
Gewicht: 46g (ohne Batterie), 71g (mit AA-Batterie)
Batterien: AA-Batterien, AA-NiMh Akkus, 14500 Li-Ion Akku
Spannung: 0.7v – 5.0v (mit Verlängerungsrohr dürfen nur
AA-Batterien und NiMh-Akkus verwendet werden,
mehrere 14500 Li-Ion-Akkus hätten zuviel Spannung)
Dichtigkeit: IPX8
Sturzfestigkeit: die Lampe sollte einen Sturz aus 2 Metern überstehen
LED: CREE XM-L2

Helligkeit und Laufzeiten (abhängig von der benutzten Batterie):
280 Lumen 45 Minuten
70 Lumen 4 Stunden
7 Lumen 32 Stunden
0.5 Lumen 15 Tage

Leuchtdistanz: 84 Meter

Zubehör:

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Die Lampe wird mit folgendem Zubehör geliefert:

-Bedienungsanleitung auf Englisch und Japanisch
-Lanyard
-Ersatz-O-Ring
-Silikon Pad (als Ersatz für den Magneten)

Dann wollen wir mal einen Blick auf die Lampe selbst werfen:

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Am meisten fällt an der Lampe der blaue Schalter auf. Bei der S10 war dieser noch unauffällig weiss. Die Farbe ist aber wohl Geschmackssache. Mir gefällt es.

Schalter von oben:

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Schalter von der Seite:

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Der Schalter steht weit genug raus, dass man ihn problemlos ertasten kann. Auch die Bedienung mit nicht zu dicken Handschuhen sollte kein Problem sein. Ein herausstehender Schalter birgt natürlich die Gefahr, dass sich die Lampe in der Hosentasche von selbst einschaltet. Ich habe die Olight S10 fast immer in der Hosentasche dabei. Bis jetzt ist es mir erst einige wenige Male passiert, dass sich die Lampe von selbst eingeschaltet hat. Meistens wird man dann darauf aufmerksam gemacht, wenn dann jemand amüsiert meint „bei dir leuchtet Etwas in der Hose“. ;-)

Im Gegensatz zur S10 hat die S15 aber noch einen zusätzlichen Lock-out-Modus (siehe weiter unten bei der Bedienung) zum Schutz vor unbeabsichtigtem Einschalten.

Bevor der Schalter aber überhaupt eine Funktion hat, braucht es in der Lampe natürlich erst mal eine Batterie. Dazu muss die Kappe auf der Rückseite der Lampe abgeschraubt werden.

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Dank des gut gefetteten Gewindes geht das leicht und ohne Kratzen

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Beim „Treibstoff“ hat man dann die Qual der Wahl

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Die Lampe schluckt AA-Batterien, NiMh-Akkus oder einen 14500er Li-Ion Akku. Achtung: Für den Betrieb mit der Batterierohrverlängerung dürfen nicht mehrere 14500er benutzt werden.

Die Stromquelle hat einen direkten Einfluss auf die maximale Helligkeit der Lampe und auf die Laufzeit. Am hellsten leuchtet die S15 Baton mit 1 x 14500 Li-Ion Akku (280 Lumen), mit einem AA NiMH Akku (z.B. Sanyo eneloop) ist die Laufzeit am längsten (ca. 60min bei 220 Lumen). Der Betrieb mit einer Alkalinen AA Batterie resultiert in die kürzeste Laufzeit (ca. 35-40min bei ca. 180 Lumen).

Wenn wir gerade das Batteriefach offen und den Deckel in der Hand haben, werfen wir doch auch noch kurz einen Blick auf die Innenseite des Batteriefachdeckels:

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Hinter der Feder erkennt man ein Metallplättchen. Es handelt sich dabei um einen Magneten. Dank diesem Magneten lässt sich die S15 mit dem Hinterteil an allen möglichen magnetischen Flächen befestigen und verhilft einem so zu freien Händen.

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Wer den Magnet nicht haben möchte, kann diesen aus der Lampe entfernen. Anstelle des Magneten wird dann das mitgelieferte Silikon Pad eingesetzt.
Die zweite Möglichkeit um die Hände frei zu bekommen ist der Clip an der Lampe. Damit lässt sich diese z.B. aussen an einer Tasche befestigen.

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Da der Clip nach hinten offen ist, kann die Lampe damit z.B. auch am Dach einer Baseballmütze befestigt werden und schon hat man eine Kopflampe.

Hier mal ein Grössenvergleich der S15 zu ihrer älteren (aber kleineren) Schwester S10. Die S15 ist leicht schlanker aber ein Stück länger. Sie ist aber immer noch genug klein, dass sie in der Hosen- oder Jackentasche Platz finden kann.

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Mit der Verlängerung sieht es dann aber schon anders aus. Jackentasche geht immer noch, bei der Hose kommt es dann schon auf die Grösse der Taschen drauf an.

 

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Der Bezel der S10 hat keine Zacken und auch keine Kanten, die die Jacken- oder Hosentasche aufscheuern könnten (das könnte schon eher der Clip übernehmen).

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Aber jetzt wollen wir noch ein paar Millimeter tiefer schauen. Dort guckt einem das Herz der Lampe, die mittig zentrierte CREE XM-L2 LED, aus dem Smooth Reflektor entgegen.

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und noch ein etwas näherer Blick auf das Herzstück der Lampe

 

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Die Bedienung der Lampe erfolgt über den blauen Schalter auf der Seite. Die Lampe merkt sich beim Ausschalten die letzte Helligkeitsstufe und startet beim nächsten Einschalten wieder auf dieser Stufe.

Mit einem kurzen Klick auf den Schalter wird die Lampe eingeschaltet. Die zuletzt verwendete Helligkeitsstufe wird aufgerufen. Drückt man den Schalter erneut und hält ihn gedrückt, wechselt die Lampe fortlaufend die Helligkeit in der Reihenfolge low > mid > high und beginnt dann wieder bei low. Bei der S10 ist die Reihenfolge unterschiedlich. Dort wechseln die Modi low > mid > high > mid > low, es wird also hoch und runter gedimmt). Gemäss Anleitung soll dies zwar auch bei der S15 so sein, bei dem mir vorliegenden Modell funktioniert es aber wie oben beschrieben. Ist die gewünschte Helligkeitsstufe erreicht, lässt man den Schalter los.

Ist die Lampe ausgeschaltet und man drückt für mehr als 1 Sekunde den Schalter, startet der Firefly-Modus. Dieser Modus ist praktisch, wenn man z.B. im Dunkeln aufs Klo will und den Partner nicht wecken will.

Drückt man im ausgeschalteten Modus den Schalter zwei Mal kurz hintereinander, kommt man direkt in die hellste Stufe.

Ist die Lampe eingeschaltet und man drück zwei Mal kurz hintereinander den Schalter, kommt man in den Strobe-Modus mit konstantem 10Hz Strobe.

Die S15 hat auch noch einen Schutz gegen versehentliches Einschalten. Man muss den Schalter länger als eine Sekunde gedrückt halten und es startet der Firefly-Modus. Wenn man dann den Schalter erneut über eine Sekunde gedrückt hält, geht die Lampe in einen Lock-out-Modus. Das heisst, durch kurzes Drücken geht sie nicht mehr an. Erst, wenn man den Schalter wieder länger als eine Sekunde gedrückt hält.

Auf den folgenden Bildern sieht man die Helligkeitsstufen der S15 (links) im Vergleich zur S10 (rechts). Die S15 wurde mit einer AA-Batterie betrieben. Mit einem 14500er Li-Ion Akku wäre die Lampe noch etwas heller.

links: S15 / rechts: S10

Firefly:

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Low:

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Mid:

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High:

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Wie ich am Anfang des Reviews geschrieben hatte, gefällt mir die S10 Baton abgesehen vom grünlichen Licht sehr gut. Auf den Bildern sieht man den Grünstich nicht ganz so extrem. Die XM-L2 der S15 ist zwar auch leicht gelblich aber sie hat zum Glück nicht diesen hässlichen Grünstich.

Mich wird in Zukunft weiterhin die S10 Baton begleiten, einfach, weil sie etwas kürzer ist und daher besser in die Hosentasche passt. Sonst macht die S15 eigentlich alles gleich gut wie die S10 oder von der Bedienung her sogar etwas besser. Die Helligkeit ist für die Ausleuchtung in der Nähe ausreichend. Auch beim Spaziergang liefert die Lampe noch genügend Licht. Wenn der Spaziergang dann mal etwas länger wird, könnte es dann aber zwischendrin doch plötzlich dunkel werden. Aber die Lampe ist auch nicht für stundenlange Einsätze gedacht, sondern um kurzfristig genügend Licht zu haben. Und will man doch mal länger Licht, gibt es ja noch die Batterierohrverlängerung. Oder man nimmt einfach noch ein oder zwei Batterien zusätzlich mit.

Auch qualitativ überzeugt die Lampe. Keine Fehler in der Lackierung, LED sauber zentriert, Gewinde schön geschnitten und gefettet. Dank dem Magneten und dem Clip hat man die Möglichkeit die Lampe auf verschiedene Arten irgendwo zu befestigen oder man stellt sie mit der flachen Rückseite einfach irgendwo hin und hat ebenfalls die Hände frei. Mit der S15 Baton hat Olight eine tolle Lampe für all jene im Sortiment, die etwas Kleines suchen, dass mit normalen Haushaltsbatterien (AA) betrieben werden kann.

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