Olight X7R Marauder

Mit 12'000 Lumen ist die X7R Marauder die bisher hellste Taschenlampe von Olight. Was sie neben der extremen Leuchtstärke sonst noch alles kann, erfahrt ihr in diesem Review.

Unboxing
Die X7R Marauder wird, ähnlich wie andere grosse Lampen von Olight, in einer stabilen Kartonschachtel geliefert. Bei der X7R wird diese über einen Magneten verschlossen. Aussen sind die wichtigsten Informationen zur Lampe aufgedruckt. In der Schachtel befindet sich neben der Taschenlampe noch eine kleinere Schachtel mit dem Zubehör. Auf der Innenseite des Deckels ist eine Anleitung für die Inbetriebnahme aufgedruckt. Als erstes sollte die Schutzfolie vom Glas der X7R entfernt werden. Danach kann die Lampe durch langes drücken des Schalters entriegelt werden. Die wenigsten werden wohl zu Beginn die Bedienungsanleitung durchlesen. Umso nützlicher ist es, das Olight schon auf der Verpackung darauf hinweist, dass die Lampe im verriegelten Zustand ausgeliefert wird.

In der kleinen Schachtel mit dem Zubehör befinden sich ein Holster, ein Lanyard, ein USB Typ-C Kabel und ein USB Ladegerät. Ebenfalls dabei ist natürlich die Bedienungsanleitung in verschiedenen Sprachen. Das Netzteil liefert bis zu 4 Ampere bei 5 Volt. Das sorgt dafür, dass die X7R schnell geladen werden kann. Olight gibt keine Ladedauer an. Rechnerisch ergibt sich aber folgender Wert für die maximale Ladezeit: 50.4Wh / (5V * 4A) = 2.52 Stunden

Mit dem Holster lässt sich die X7R bequem am Gurt befestigen. Das Holster bietet dabei eine kleine Besonderheit. Für breite Gürtel kann die blaue Naht an der Schlaufe des Holsters aufgetrennt werden. So passt das Holster an bis zu 70mm breite Gürtel. Die Taschenlampe selbst wirkt sehr hochwertig. Die verschiedenen blauen Akzente heben sie optisch von der Konkurrenz ab. Die Oberfläche ist sauber eloxiert und die Schriftzüge perfekt graviert.

Für Licht sorgen drei XHP70 LEDs von Cree. Gemäss Hersteller liefert eine XHP70 maximal 4022 Lumen bei 32 Watt. Mit drei dieser LEDs kommt man also bei maximaler Leistung auf die von Olight angegebenen 12'000 Lumen. Auf voller Leistung ergibt sich eine Maximale Laufzeit von: 50.4Wh / (3 * 32W) = 0.525 Stunden ≈ 32 Minuten In der Praxis ist aber bereits nach 3 Minuten Schluss. Dann beginnt die X7R das Licht herunter zu regeln um die Lampe vor Überhitzung zu schützen.

Innovation
Die X7R hat einige Funktionen, die ich so noch bei keiner anderen Taschenlampe gesehen habe. Dazu gehört als erstes der Sensor, welcher im Reflektor verbaut ist. Dieser sorgt dafür, dass die Helligkeit reduziert wird, sobald etwas zu nah an der Taschenlampe ist. So wird verhindert, dass durch die Hitze der Lampe etwas angezündet wird. Wie im nachfolgenden GIF zu sehen, dauert es einen Moment bis die LEDs gedimmt werden. Sobald sich nichts mehr vor den LEDs befindet, schalten diese aber sofort auf die ursprüngliche Helligkeit zurück.

Was mir bei Taschenlampen sehr gut gefällt ist, wenn die Akkus direkt in der Lampe aufladbar sind. So ist kein externes Ladegerät nötig, was Platz im Gepäck spart. Die X7R ist die erste mir bekannte Lampe, welche zum Laden auf einen USB Typ-C Stecker setzt. Da USB Typ-C bei Smartphones und Computern immer weiterverbreitet wird, finde ich es super, dass Olight ebenfalls diesen Stecker verbaut. So muss man z.B. in den Ferien kein zusätzliches Ladegerät mitnehmen, sondern kann für Taschenlampe und Smartphone denselben Adapter verwenden. Ebenfalls innovativ ist die Abdeckung über dem Ladeanschluss. Durch drehen des hinteren Teils der Lampe lässt sich die Abdeckung öffnen und schliessen. Was leider nicht funktioniert ist, dass man sein Smartphone oder andere Geräte über den USB Anschluss der X7R aufladen kann. Olight schreibt dazu:

“The USB-C charging port is a single way charging and can only charge the X7R from an external power bank. It is not a power bank and can’t recharging the cell phone.” Quelle: olightworld.com

Eine weiter Neuerung, welche wohl ebenfalls vom Smartphone abgeschaut wurde, ist der fest verbaute Akku. Schon beim Smartphone finde ich es schade, wenn der Akku nicht ausgetauscht werden kann. Bei einer Taschenlampe stört es mich noch mehr. Der verbaute Akku wird wohl einige Jahre halten. Ist er kaputt, kann ich nicht nur den Akku, sondern gleich die ganze Lampe entsorgen. Vor allem beim stolzen Preis der X7R ist das sehr schade. Olight gibt sogar an, dass vier herkömmliche 18650er Akkus verbaut sind. Es wäre wohl kein Problem gewesen, diese, wie bei allen anderen Herstellern und auch der X7 von Olight, einfach auswechselbar zu machen. Sollte man Probleme mit den Akkus haben, kann man sich an den Support von Olight wenden. Ob dies auch in 5 Jahren noch gilt, wenn die Akkus defekt sind und ob sie dann von Olight ausgetauscht werden können, weiss ich allerdings nicht.

«You can’t replace the X7R battery by yourself. If there is any problem with the battery, please kindly contact the customer-service.”  Quelle: olightworld.com

Weitere Funktionen
Neben diesen drei «innovativen» Funktionen hat die X7R auch noch einige Funktionen, die man so oder so ähnlich schon von anderen Olight Taschenlampen kennt, aber die dennoch ganz nützlich sind. So hat die X7R auch eine Öse um ein Lanyard zu befestigen. Die Öse ist im Gehäuse der Taschenlampe versenkt und kann zum befestigen des Lanyard herausgezogen werden. Brauch man die Öse nicht, kann sie einfach wieder hereingedrückt werden.

Der Ein- und Ausschalter an der Taschenlampe besteht aus Gummi und ist von innen beleuchtet. Sind die Akkus noch geladen, leuchtet der Taster grün. Neigt sich die Kapazität der Akkus dem Ende zu, beginnt der Taster rot zu leuchten. Ist die Taschenlampe nicht verriegelt, leuchtet der Taster ständig. Dabei wird das Licht langsam heller und wieder dunkler. Nur wenn die Taschenlampe abgestellt und für einige Sekunden nicht bewegt wird, stellt die Beleuchtung des Tasters ganz ab. Bei der kleinsten Bewegung beginnt der Taster wieder zu leuchten. Und mit klein, meine ich wirklich klein. Steht die X7R auf einem Tisch reicht es aus, leicht auf den Tisch zu klopfen und der Schalter beginnt wieder zu leuchten. Dank dieser Funktion ist die X7R auch im Dunkeln immer gut zu finden.

Ebenfalls beleuchtet ist der USB Anschluss auf der Rückseite der Lampe. Auch hier sind eine grüne und eine rote LED verbaut. Wird die Taschenlampe geladen, leuchtet die rote LED. Wenn der Akku voll ist, wechselt die Farbe auf Grün.

Modi
Bedient wird die X7R genau gleich wie alle anderen Taschenlampen von Olight. Aus diesem Grund möchte ich in diesem Review nicht genauer darauf eingehen. Wer die Bedienung noch nicht kennt, kann diese in der Bedienungsanleitung nachlesen. Viel lieber möchte ich an dieser Stelle mit einigen Fotos zeigen, wie die verschiedenen Modi der X7R wirken. Die nachfolgenden Bilder wurden alle mit denselben Einstellungen aufgenommen. (ISO 5000, f2.8, 1/30s)

Fazit


Die X7R Marauder ist, wie von Olight gewohnt, eine qualitativ sehr hochwertige Taschenlampe.
Obwohl die 12'000 Lumen sehr beeindrucken sind, ist die X7R längst nicht die hellste Taschenlampe
auf dem Markt. Dennoch bietet sie mit dem integrierten Helligkeitssensor und dem USB Typ-C
Ladeanschluss einige Innovationen gegenüber der Konkurrenz. Weniger gut gefällt mir der
festverbaute Akku, welcher sich nicht austauschen lässt. Wen das nicht stört, dem kann ich die Olight
X7R mit gutem Gewissen empfehlen. Wer die Akkus doch lieber tauschen möchte und dafür auf
einige Funktionen verzichten kann, der greift besser zur etwas weniger hellen und günstigeren X7
Marauder. Ein Review dazu gibt es bereits im Blog von Yonc. https://www.yonc.ch/blog/olight-x7-
getestet-vom- lumenhunter

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