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Acebeam K70 – 1300 Meter?!

Endlich konnte ich sie testen und vernünftige Aufnahmen machen: Die Acebeam K70 Taschenlampe. Gemäss Hersteller soll diese Lampe 1300 Meter weit leuchten… Ob das stimmt, erfahrt ihr in diesem Review! Ich habe nämlich eine Möglichkeit gefunden, das herauszufinden…

 

Technische Daten

Wie bei all meinen Reviews erstmal die technischen Daten:

  • Lichtquelle: 1 x CREE XHP-35 HI LED
  • Batterien: 4 x 18650 Li-Ion Akku 
  • Lichtausbeute: max. 2.600 Lumen
  • Leuchtweite: max. 1.300 m
  • Masse : 20.6 x 8.8 x 5 cm (Länge x Breite x Durchmesser)
  • Gewicht: ca. 590 g (ohne Batterien)
  • Schalter: Heckschalter und Einstellring
  • IPX-8 Standard
  • Hartanodisiertes Flugzeugaluminium

 

 

Lieferumfang und Inbetriebnahme

Die K70 kommt in einem für Acebeam typischen, schlichten, braunen Karton. Nicht sonderlich aufregend von aussen – Bilder von der Verpackung erspare ich euch darum. Im Lieferumfang inbegriffen sind neben der Lampe ein brauchbares Holster, ein stabiles Lanyard, ein Ersatzs-Heckschalter, eine Ersatzdichtung und natürlich die Bedienungsanleitung. Normaler Lieferumfang heutzutage.

 

 

Nicht ab Werk dabei sind die 4 Stück benötigter 18650er Akkus, die müsstet ihr separat dazukaufen, falls ihr sie nicht schon habt. Eins vorweg: Acebeam empfiehlt offiziell, Akkus mit hoher Ampere-Rate und integrierten Mosfets für die K70 zu verwenden. Nach meinen ausgiebigen Tests und aufgrund der Tatsache, dass die Lampe „nur“ 2600 Lumen hat, kann ich euch mitteilen, dass ihr keine teuren „High Drain“ Akkus braucht. Ich habe die Lampe einerseits mit den teuren, von Acebeam empfohlenen 30 Ampere-Akkus, sowie mit ganz normalen, 3600 mAh Olight Akkus, die maximal konstant 4 Ampere liefern, ausgiebig getestet. Ergebnis: Keine Unterschiede feststellbar, weder in der Leuchtkraft noch sonst wo. Dies war zu erwarten, benötigen moderne LED-Lampen ja erst ab ca. 4000-5000 Lumen High Drain Akkus. Acebeam will meiner Meinung nach einfach nur die neuen, teuren High Drain Akkus verkaufen. (Welche zwar wirklich ganz vorzüglich sind, aber bei der K70 schlicht unnötig, das sieht auch Wai-On so ;) … )

Die Akkus werden in einem robusten, gegen Verpolung gesicherten Käfig untergebracht und rasten sauber und ohne Spiel ein.

Dank des Verpolungsschutzes könnt ihr den Käfig nicht verkehrt herum in die Lampe einsetzen.

Um an den Käfig für die Installation der Akkus zu gelangen, muss die Lampe hinter dem Kopf in zwei Teile geschraubt werden.

 

Qualität und Bedienung

Mein erster Gedanke, als ich die Lampe zum ersten Mal auspackte und in die Hand nahm war: „Ok, das Teil ist gross!“ Schnell fand ich aber heraus, dass „gross“ nicht gleich „unhandlich“ ist. Obwohl die Lampe mit über 20 cm Länge und über 5 cm Tubusdurchmesser wirklich zu der Klasse der „sehr grosen Lampen“ gehört, geht die Bedienung erstaunlich komfortabel – sogar mit einer Hand!

Zugegeben: Ich habe Handschuhgrösse XL. Vielleicht hat jemand mit kleineren Händen etwas mehr Mühe als ich…

 

Bei der Bedienung mit einer Hand hilft ungemein, dass Acebeam auf der Rückseite der Lampe im Sockel eine Aussparung vorgenommen hat. Dadurch kann mit dem Daumen der Heckschalter komfortabel erreicht werden:

Was die Verarbeitung der Lampe angeht, bin ich wirklich beeindruckt. Die Lampe ist absolut sauber und ohne Grate verarbeitet, das Finish ist makellos und fasst sich angenehm an.

Der Reflektor der Taschenlampe ist perfekt verarbeitet und blitzblank:

Die LED ist perfekt mittig eingesetzt.
Der Ring, der für die Einstellung der Helligkeit (dazu gleich mehr) verwendet wird, hat so gut wie kein Spiel. So gefällt mir das!

Jener Ring ist es denn auch, welcher die Bedienung der Lampe wirklich zu einem tollen Erlebnis macht: Durch Betätigen des Heckschalters wird zunächst die Stromzufuhr eingeschaltet. Sodann kann mittels des sehr sauber einrastenden Ringes die gewünschte Helligkeit gewählt werden. Hierbei ist zu beachten, dass durch langsames Drehen von Modus zu Modus durchgeschaltet wird, während schnelles Drehen ermöglicht, Modi zu überspringen und direkt den gewünschten Modus anzusteuern.

Zur Verfügung stehen die üblichen Modi von Low bis Turbo sowie ein sehr interessanter, da langlebiger „Firefly Modous“, sowie ein Strobo-Modus. Die Reihenfolge der Modi ist im Gegenuhrzeigersinn wie folgt:

Stufe 1: 1 Lumen (ca. 1200 Std.) (Firefly-Modus)
Stufe 2: 70 Lumen (ca. 75 Std.)
Stufe 3: 450 Lumen (ca. 12 Std.)
Stufe 4: 1000 Lumen (ca. 6 Std.)
Stufe 5: 1900 Lumen (ca. 3 Std.)
Stufe 6: 2600 Lumen (ca. 2 Std.)
STANDBY
Strobe: 2600 Lumen (ca. 3 Std.)
Ich persönlich lasse den Ring beim Ausschalten der Lampe immer auf „Standby“, denn das ist eine gute zusätzliche Sicherung gegen versehentliches Einschalten, da die K70 über keinen Lockout-Modus verfügt. Das ist aber dank des Standby-Modus auch nicht wirklich nötig – wer ganz sicher gehen will, dass sich die Lampe z.B. im Rucksack nicht einschaltet, kann den Zylinder etwas lose drehen. Ungefähr eine sechzehntel Umdrehung genügt, um den Kontakt zu den Akkus zu unterbrechen.

 

Die Lampe ist wie bereits erwähnt, wirklich gross. Hier einige Bilder zur Veranschaulichung der Grösse:

Von rechts nach links: Acebeam K70, Nightcore TM26 Quadray, Acebeam X80 und Olight M2X-UT. Im Vordergrund eine herzige Olight S1 Baton.
Der Durchmesser des Kopfes der Acebeam K70 (rechts) und der Acebeam X80 (links) im direkten Vergleich.

Zwei seltene Aufnahmen einer wilden Acebeam K70, welche eine verwaiste Olight S1 Baton adoptiert hat. Freundschaften zwischen Throwern und Floodern sind in der Natur sehr selten… :P


Leuchtweite und Beamshots

Kommen wir nun zum wirklich spannenden Teil meines Reviews: Die Analyse der Leuchtweite und Beamshots. Ich hatte eingangs erwähnt, dass ich die effektive Reichweite der K70 messen konnte. Dies gelang mir wie folgt:

Wenn ich von meinem Balkon auf das schöne Chur schaue, sehe ich den städtischen Bahnhof in ca. 1 km Entfernung. Ohne grosse Erwartungen leuchtete ich eines Nachts während meinen Tests mit der K70  in Richtung der grossen Churer Bahnhofshalle – und war erstaunt, als die Strassenschilder neben der Halle sehr deutlich aufblitzten! Die Überraschung war dann perfekt, als ich mittels Google Maps die Entfernung zwischen meinem Balkon und der ungefähren Mitte der Bahnhofshalle des Churer Bahnhofes nachmass: 1365 Meter! Die Acebeam K70 leuchtet damit tatsächlich 1300 Meter weit! Das finde ich wirklich beachtlich und erfreulich. Falls sich also irgendjemand Mitte Juli gewundert haben sollte, dass aus Richtung des Fürstenwaldes ein helles Licht zum Bahnhof hin schien – das war ich. ;)

Ich finde es toll, dass der Hersteller Acebeam mit der angegebenen Leuchtweite der K70 tatsächlich hält, was er verspricht. Daumen hoch!

Besonders schön: Obwohl die K70 ein Thrower ist, haben wir einen netten sekundären Lichtkegel für breite Ausleuchtung. (Und das ohne Fokus-System!)

Hier ein kurzes Video der K70 bei mittlerem Regen und schlechten Sichtverhältnissen aufgrund Nebels. Die entferntesten, deutlich im Lichtstrahl erkennbaren Objekte sind gemäss Google Maps ziemlich genau 650 Meter entfernt, die Häuserzeile im Vordergrund ist etwas über 200 Meter entfernt. (Bitte beachtet, dass auf meiner Iphone-Kamera die wahre Leuchtkraft der Lampe nur schlecht zur Geltung kommt. In der Realität habe ich sehr viel mehr als auf dem Video erkennbar sehen können dank der Lampe.) In Anbetracht einer regnerischen und nebligen Nacht finde ich eine effektive Einsatzdistanz von 700 Metern wirklich beachtlich.


Abschliessende Worte

Die Acebeam K70 ist eine sehr hochwertige Lampe, die hält was sie verspricht. Sie ist mit 2600 Lumen vielleicht nicht so stark wie andere Lampen dieser Grösse – dafür können die 2600 Lumen auch wirklich mehrere Stunden ohne automatisches Runterregeln der Lampe genutzt werden. Die gute Wärmeableitung der Kühlrippen macht dies möglich. Und ganz ehrlich: Mehr als 2600 Lumen sind selten nötig meiner Meinung nach. Das ist am Ende aber Geschmackssache. Fun Fact: Die Acebeam K70 mit 2600 Lumen kommt mir deutlich heller vor als meine Nitecore TM26 mit 3800 Lumen – das dürfte aber an den verschiedenen Fokusarten der Lampen liegen. Die TM26 ist ein Flooder; die Acebeam K70 ein Thrower.

Interessant dürfte diese Lampe neben Flashaholics beispielsweise für Jäger zur Nachsuche oder für Einsatzkräfte sein, welche ein grosses Gebiet überwachen oder absuchen möchten. Die Lampe passt dank des hochwertigen Holsters, welches über eine fest eingenähte Gürtelschlaufe verfügt, auch gut an einen dickeren Einsatzgurt mit ca. 5 cm Breite

Fazit

Tatsächlich 1300 Meter Reichweite
Beste Verarbeitung
Komfortable Bedienung
Konstant 2600 Lumen ohne automatisches Dimmen
Einhändige Bedienung mit grossen Händen möglich
Ideal für Such- und Rettungsmissionen

Ich hoffe, mein Review hat euch gefallen. Über einen Kommentar würde ich mich sehr freuen!

Roman

AceBeam

AceBeam K70 LED Taschenlampe

CHF 215.10 CHF 239.00Zum Produkt

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